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 Ungefähr
8 von 1000 Kindern kommen
mit einem angeborenen
Herzfehler (Vitium
cordis congenitum) auf
die Welt. Tatsächlich
entwickeln sich diese
Fehler schon sehr früh
in der Embryonal- zeit,
und zwar meist im zweiten
Monat nach der Befruchtung.
Es
wird angenommen, dass
Infektionen der Mutter,
Sauerstoff- mangel,
Strahlenschäden,
Alkoholkonsum oder
Medikamenten- einnahme
eine Rolle spielen.
Auch eine genetische
Veranlagung ist von
Bedeutung. Es gibt mehr als 40
verschiedene Formen
angeborener Herzfehler.
 Die
häufigsten Herzfehler
verteilen sich etwa
folgendermaßen:

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 Das
Herz des Menschen von
vorn (klick für
zoom)

 Schematische
Darstellung der
Strömungsrichtungen

 normales
EKG

 EKG
mit Extraschlägen |
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 Wesentlich
seltener kommt es vor,
dass Kinder mit einem
"normalen"
Herzen geboren werden
und sich erst später
ein Schaden entwickelt,
z. B. die Entzündung
des Herzens (Carditis) im
Rahmen von viralen und
bakteriellen Erkrankungen.
Rheuma- tische Herzerkrankungen
sind in den westlichen
Industrie- ländern
sehr selten geworden.
 Eine weitere große
Gruppe von Herzkrankheiten
auch im Kindesalter
bilden die Störungen
der Herzschlagfolge,
sogenannte Rhythmusstörungen.
Diese als Arrhythmien
oder Dysarrhythmie bezeichneten
Störungen können
bei Kindern jedes Alters
auftreten. Sie reichen
von einem gelegentlichen
unbedeutenden Extraschlag
des Herzens bis zu Anfällen
von Herzrasen, die häufig
dringend ärztlicher
Behandlung bedürfen.
Kaum mehr als 1 Kind
von 1000 muß jedoch
deshalb medikamentös
behandelt werden.
 In
mancherlei Hinsicht
ist es bei Kindern schwieriger
als beim Erwachsenen,
eine Herzerkrankung
zu erkennen, da z. B.
ein Kind sich bezüglich
seiner Beschwerden nicht
auszudrücken vermag.
Für das Säuglingsalter
verdächtige Symptome
sind:

 Kurzatmigkeit,
vor allem beim Trinken
oder Schreien

 Schwitzen
und Erschöpfung
beim Trinken

 Blausucht,
also Zyanose der Lippen
und Nägel, die
beim
  Schreien
oder jeder anderen Aktivität
deutlicher wird

 schlechtes
Gedeihen, insb. verlangsamte
Gewichtszunahme
 Ein
Herzgeräusch
ist bei Kindern das
häufigste Leitsymptom
für das Vorliegen
eines angeborenen oder
erworbenen Herz- fehlers.
Jedoch treten bei mehr
als 50% gesunder Kinder
auch Herzgeräusche
auf, die durch ziemlich
schnelle Blutströmung
durch die Herzklappen
(sogenannte Strömungsgeräusche)
ver- ursacht werden,
auch aktidentelle Geräusche
genannt.
 Ob und wann ein Kind
einem Kinderkardiologen
vorgestellt werden sollte
hängt davon ab,
wie gut es ihm geht,
wie belastbar es ist
und welcher Fehler vom
Hausarzt vermutet wird.
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